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Delphi-Grundlagen

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3.5 Struktur einer Unit

In der Unit steht der Object-Pascal-Quelltext. Sehen wir uns doch einmal solch ein Hauptprogramm bei einem neuen leeren Projekt an:

unit Unit1;

interface

uses
  Windows, Messages, SysUtils, Classes, Graphics, Controls, Forms, Dialogs;

type
  TForm1 = class(TForm)
  private
   { Private declarations }
  public
   { Public declarations }
  end;

var
   Form1: TForm1;

implementation

{$R *.DFM}

end.

Sehen wir uns den folgenden Bereich genauer an:

type
  TForm1 = class(TForm)
  private
   { Private declarations }
  public
   { Public declarations }
  end;

Hier wird ein neuer Typ definiert, das Formular TForm1. In drei Abschnitten wird alles eingetragen, was zum Formular gehört:

Zwischen class(TForm) und private trägt Delphi später automatisch alle Komponenten ein, die auf dem Formular plaziert sind. Dieser Bereich ist der sogenannte published-Bereich.

Zwischen private und public folgt der private-Bereich. Anfangs steht in ihm in geschweiften Klammern nur ein Kommentar. Normalerweise werden Variablen, die für das ganze Formular gelten sollen, in ihn eingeragen. Hier ist das Voranstellen von var beim Deklarieren nicht notwendig.

Zwischen public und end; folgt der public-Bereich. In ihm ist anfangs wieder nur ein Kommentar vorhanden. Hier können Variablen eingetragen werden, die nicht nur von diesem Formular, sondern auch von woanders im Projekt angesprochen werden können - wieder ohne var.

Nach dem Kommentar unter implementation werden die Prozeduren eingefügt, die bei bestimmten Ereignissen ausgeführt werden sollen. Der Quelltext zu jeder Prozedur steht zwischen einem begin und einem end;. Dieses end wird mit einem Semikolon abgeschlossen, während das letzte end mit einem Punkt die ganze Unit abschließt.


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