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Delphi-Grundlagen

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3.2 Das Prinzip der ereignisgesteuerten Programmierung

Delphi-Anwendungen sind ereignisorientiert.

Es gibt Programme, die nach dem Start automatisch Befehl für Befehl nacheinander ausführen, also einen Stapel von Befehlen in einer festgelegten Reihenfolge so abarbeiten, wie sich Klein-Fritzchen die Arbeit eines Beamten vorstellt: Erste Akte aus den Eingangskorb nehmen, abstempeln und in den Ausgangskorb legen - nächste Akte aus den Eingangskorb nehmen, abstempeln, ablegen usw.

Delphi-Programme warten auf Events. Jede Aktion wird immer durch irgend ein Ereignis ausgelöst. Dieser Auslöser ist das Event. Jedes Event gehört zu einer der folgenden Kategorien:

  • Befehlsereignisse
    (Anklicken von Menüs oder Schaltern)
  • Eingabeereignisse
    (Eingaben mit der Maus oder der Tastatur)
  • Fensterereignisse
    (Öffnen oder Schießen)
  • Timer-Ereignisse
    (Nachrichten vom Zeitgeber)
  • Andere Systemereignisse
    (Kommunikation zwischen verschiedenen Anwendungen)
  • selbst definierte Events

Im Objektinspektor findet man neben den Eigenschaften das Register mit den Ereignissen der Komponente. Mit einem Doppelklick auf die Komponente in der Entwurfsansicht wird ja stets das wohl wichtigste Ereignis der Komponente vorbereitet: beim Button z.B. Button1Click oder beim Fenster FormCreate.

Allerdings gibt es noch viel mehr Ereignisse pro Komponente.

Für das Fenster sind beispielsweise folgende Ereignisse mit "On" zu nutzen:
OnActivate   Formular wird aktiviert
OnClick   Formular wird angeklickt
OnClose   Formular wird geschlossen
OnCreate   Formular wird erzeugt
OnDestroy   Formular wird entfernt
OnKeyDown   Taste auf Tastatur wird gedrückt
OnKeyUp   Taste auf Tastatur wird losgelassen
OnMouseDown   Maustaste wird gedrückt
OnMouseMove   Maus wird bewegt
OnMouseUp   Maustaste wird losgelassen
OnResize   Formulargröße wird geändert

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