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Einführung in Delphi

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Apollon

2.1 Was ist Delphi?

Delphi ist als Heiligtum des Apoll in der mittelgriechischen Landschaft Phokis bekannt. Berühmt sind die mehrdeutigen Orakelsprüche der Priesterin Pythia.

Das Delphi, das wir hier meinen, ist eine objektorientierte Programmiersprache von Inprise Corporation (früher Borland) zum Erstellen von Windows-Programmen, wobei schon beim Programmieren sehr viel mit der Maus erledigt werden kann. Es ist die Weiterentwicklung von Turbo-Pascal.

Ab 1983 vertrieb Phillip Kahn mit seiner Firma Borland den legendären Turbo-Pascal-Compiler. Die Einführung von Visual Basic durch Microsoft veranlasste dann die Firma, auch den Turbo-Pascal-Compiler mit einer komponenten-basierten Entwicklungsumgebung auszustatten, dem Integrated Developement Environment (IDE).

Dieser Pascal-Compiler mit visuellen Entwicklungsumgebung ist unser Delphi. Delphi war die erste Programmiersprache mit Rapid Application Development (RAD).

Delphi nimmt dem Programmierer sehr viel Routinearbeit ab, aber er muss die eigentliche Problemlösung mit Hilfe von Pascal-Quelltext beschreiben. Also bedarf es doch einiger Grundkenntnisse. Die Komponenten selbst werden mit Object-Pascal geschrieben, der Delphi-eigenen Turbo-Pascal-Variante. Deshalb ist es möglich, selbst solche Komponenten zu schreiben oder von Dritten hinzu zu kaufen.

Ein großer Vorteil von Delphi gegenüber Visual Basic von Microsoft ist, dass die Programme zu Exe-Dateien kompiliert werden, sie verlangen also beim Anwender keinen Interpreter.

Trotzdem ist Visual-Basic viel weiter verbreitet als Delphi. In Buchhandlungen sieht man meterweise Visual-Basic-Buchrücken aber nur wenige einzelne Bücher zu Delphi. (In der Computerwelt setzt sich bekanntlich nicht immer das Bessere gleich durch...)

Delphi ist nicht nur sehr gut geeignet, in die Programmierung einzuführen, es ist auch durch das einfache Handling von Datenbanken in fast jedem Format und die Möglichkeit zum Einsatz von SQL hervorragend für die Entwicklung von Datenbankanwendungen geeignet. Man wollte ja gerade ein Werkzeug schaffen, mit dem man leistungsfähige Datenbankanbindungen programmieren kann, v. a. für Oracle. Und wie kommt man zum Orakel? Na klar, über Delphi doch!


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